SoA-Seminar: 25. Mai 2016

Der Umgang mit traumatischen Ereignissen in der Biographie von Psychotherapiepatienten

Die Mehrheit der Menschen erlebt mindestens einmal im Leben ein traumatisches Ereignis – auch in der Schweiz. Zu den häufigsten Traumata in Europa zählen Verkehrsunfälle, körperliche und sexuelle Gewalterfahrungen. Die meisten Menschen erholen sich – oft nach einer initialen Schockphase – von einem solchen Erlebnis wieder von alleine. Nur ein Teil der Betroffenen entwickelt eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD); die PTSD-Lebenszeitprävalenzen von 10-12% bei Frauen und 5-6% bei Männern sind demzufolge deutlich geringer als die Traumatisierungsraten.

Im Zentrum des Seminars steht neben einer Vertiefung kognitiv-verhaltenstherapeutischer Standardverfahren zur Behandlung von PTSD der Umgang mit traumatisierten Patienten, die nicht unter einer PTSD leiden, so dass der Einsatz von PTSD-Standardverfahren nicht oder nur nach deren Modifikation möglich ist. Durchgeführt wird das Seminar von PD Dr. phil. Julia Müller, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, Psychiatrische Dienste Thurgau, Klinik Münsterlingen.

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