SoA – Seminar: 26. Juni 2019

Stress und Stressbewältigung

Stress und stressabhängige Erkrankungen werden von der WHO als eine weltweit führende Gesundheitsbelastung eingestuft. Als Konsequenz werden die psychobiologischen Mechanismen, die die Wirkung von Stress auf unsere Gesundheit vermitteln, seit Jahren intensiv erforscht. Die Folgen von Stress lassen sich mit aktuellen Forschungsmethoden auf jeder Ebene des Körpers – von intrazellulären Mechanismen bis hin zur gesamtkörperlichen Antwort – abbilden. Hierbei ist es wichVg, Stress nicht als ein «on-off-Phänomen» zu betrachten, sondern die Dauer und Intensität der Belastung anzuschauen. So wirkt chronischer Stress anders als akuter Stress und Alltagsstressoren sind in ihrem Einfluss von traumatischen Belastungen abzugrenzen. Besonders relevant ist, dass nicht alle Personen auf einen gegebenen Stressor gleich reagieren, sondern einige «resilienter» sind als andere. Diese Resilienz wird durch unterschiedliche u.a. (epi-)genetische und entwicklungsbiologische Faktoren vorhergesagt und diese können wir aktiv verändern.

Im Workshop werden die psychischen und biologischen Grundlagen von Stress und Stressresilienz behandelt. Diese theoretischen Grundlagen werden ergänzt durch praktische Übungen zur Stressbewältigung und dem Hinweis auf psychobiologische Messungen, anhand derer Interventionen auch im klinisch-praktischen Alltag evaluiert werden können. Die Teilnehmenden werden in diesen Übungsteil aktiv einbezogenen, so dass der Workshop einen starken Forschungsbezug und gleichzeitig Relevanz für die eigene psychotherapeutische Tätigkeit bekommen soll.

Durchgeführt wird das Seminar von Prof. Dr. Beate Ditzen, Universitätsklinikum, Ruprecht-Karls Universität D-Heidelberg, Institut für Medizinische Psychologie.

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