SoA – Seminar: 6. November 2019

Therapie von Zwangsstörungen und verwandten Störungen: «State of the Art» und neue Entwicklungen

Die Erfolgschancen der Therapie von Menschen mit Zwangsstörungen und verwandten Störungen, wie der Trichotillomanie, werden nicht selten als gering eingeschätzt, die Behandlung sei mühsam und langwierig. Dies trifft aber nicht zu, die Psychotherapie ist zweifellos wirksam und kann gerade bei diesen Patienten lebendig und humorvoll sein. Auch medikamentöse Behandlungsoptionen stehen zur Verfügung und können mit der Psychotherapie kombiniert werden.

Die in den Leitlinien empfohlenen Therapieoptionen werden in diesem interaktiven Workshop dargestellt, mit einem Schwerpunkt auf der praktischen Umsetzung in konkreten Behandlungssituationen. Einige Fragen die aufgegriffen werden lauten: Wie sollten in der Expositionstherapie „zwangsspezifische“ Besonderheiten beachtet werden? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es im therapeutischen Vorgehen bei den „klassischen“ Zwangsstörungen und den „verwandten Störungen“? Bei wem und in welcher Situation ist eine Medikation indiziert – und wann und wie sollte diese wieder abgesetzt werden? Welche Möglichkeiten bestehen, wenn die Therapie ins Stocken gerät oder erreichte Fortschritte wieder verloren gehen?
Besondere Aufmerksamkeit werden dem Einbezug der Funktionalität der Symptomatik in die kognitive Verhaltenstherapie sowie den systemischen Ansätzen gewidmet, da das Umfeld der Betroffenen häufig eine wichtige Rolle spielt. Anhand von Fallbeschreibungen werden Praxis und Theorie verknüpft und der Umgang mit typischen Therapieproblemen diskutiert.

Durchgeführt wird das Seminar von Prof. Dr. med. Michael Rufer, Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik.

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