Unerfüllter Kinderwunsch: Psychische Belastung, Partnerschaft und Intervention

Projektbeschreibung

Ein unerfüllter Kinderwunsch wird von der Mehrzahl der betroffenen Personen als einschneidende Lebenskrise wahrgenommen mit Auswirkungen auf das individuelle, partnerschaftliche und soziale Wohlbefinden. Die Prävalenzraten für gegenwärtige Infertilität schwanken weltweit zwischen 3,5 und 16,6%. Infertile Personen sind im Vergleich zur Norm psychisch belasteter, rund 15-20% geben eine klinisch bedeutsame psychische Belastung an. Das partnerschaftliche Miteinander hat einen großen Einfluss auf die individuelle psychische Gesundheit und den Umgang mit dem unerfüllten Kinderwunsch. Um mehr über motivationale Ziele, Partnereffekte und Belastungsfaktoren herauszufinden, wurden insgesamt drei Studien entwickelt und im Zeitraum zwischen 2012 und 2017 durchgeführt. Die Daten wurden anhand einer Online-Befragung, einer Umfrage bei Paaren in Kinderwunsch-Kliniken, und im Rahmen einer Interventionsstudie erhoben. Die Intervention (FERTIFIT-Training für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch) wurde am Klaus-Grawe-Institut entwickelt und durchgeführt.

Publikationen

Yamanaka-Altenstein, M., Henrich, E. & Heinrichs, N. (2017). Motivationale Ziele und Partnerschaftsqualität in einer Stichprobe von Personen mit Infertilität. Psychotherapie, Psychosomatik & Medizinische Psychologie, 67(12): 514-524. DOI: 10.1055/s-0043-109019